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Up In Smoke. Was macht das Brisket so einzigartig? | Die Topogravieh des Rindes Vol. 21 ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
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Die Topogravieh des Rindes Vol. 21
Was macht das Brisket so einzigartig?
Zusammen mit Pulled Pork und den Spare Ribs bildet das Brisket nicht nur in den USA die Holy Trinity (Heilige Dreifaltigkeit) der Smoker-Szene. Zubereitungsvarianten für diese saftige Spitze der Rinderbrust gibt es überall auf der Welt, aber nur in der milden Rauchgarung des Smokers wird sie zum berühmten Brisket. In unzähligen Stunden gart das, was hierzulande oft als Suppenfleisch im Wasser landet, zu einer mürb-zarten Fleischeslust. Besonders edel wird das Brisket, wenn man nur den fleischigen vorderen Teil der Brust nimmt – das Point End.
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Wo genau im Rind ist das Brisket zu finden?
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Als vorderstes unterstes Teil des Rindervorderviertels liegt unterhalb der Querrippe die Brust. Die gesamte Muskulatur ist in diesem Bereich auffallend langfaserig und von viel Bindegewebe durchsetzt, was den Cut ideal für lang andauernde Garmethoden bei vergleichsweise milden Temperaturen macht. Die Brust ist vorne schmal und dick und wird nach hinten breiter und flacher. Sie wird bei den meisten Schnittführungen der Welt dreigeteilt. Der dünne Teil der Nachbrust kann ohne Fett zu Rollbraten verarbeitet werden, bringt jedoch meist eher als Suppenfleisch Kraft und Geschmack in die Brühe. In diesem Fall wird sie nach dem Auskochen nicht mehr gegessen.
Die Mittelbrust gart ebenfalls oft in Wasser, wird aber als Siedfleisch geschätzt – zum Beispiel als Berliner Art mit Roter Bete oder als Rinderbrust Bristol mit Meerrettichsauce. Aus diesem Teil wird durch Pökeln, Kochen und teilweise auch Räuchern außerdem ebenfalls das Corned Beef und das New Yorker Pastrami hergestellt. Die Brustspitze (The Point bzw. The Moist) schließlich ist der zarteste Muskel mit der kleinsten Fettschicht. Aus ihr entsteht in den USA meist im Smoker das legendäre Brisket, aber es gibt auch Metzger, die das feine Point End zu Pastrami verarbeiten und fein aufgeschnitten im Deli als Reuben Sandwich anbieten.
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Was ist die beste Zubereitungsart für das Brisket?
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Die Rinderbrustspitze wird nur im Smoker zu echtem Brisket. Dafür mariniert man das Fleisch über Nacht im Kühlschrank mit einem einfachen Dry Rub aus Meersalz, Pfeffer, Chili, Rohrzucker und Knoblauchpulver und smokt es 12–18 Stunden lang im maximal 110 °C warmen Rauch auf eine Kerntemperatur von 88-92 °C. In dieser Zeit wird das Fleisch drei bis vier Mal mit einer kalten Marinade eingepinselt (gemoppt), die auf Bier, Apfelessig und etwas Öl basiert und nach Belieben aromatisiert werden kann. Am Ende noch eine halbe Stunde im warmen Backofen ruhen lassen und dann in dünne Scheiben schneiden.
Wer bis jetzt alles richtig gemacht hat, kann nach dem Aufschneiden stolz den Heiligen Gral der Smokergemeinde präsentieren – den Smoke Ring: Unter der äußeren Kruste (Bark) bildet sich beim fertigen Brisket eine bis zu einem Zentimeter breite, hell rosafarbene Schicht, obwohl das Fleisch hier nach stundenlangem Garen ja grau sein müsste. Das liegt an dem gasförmigen Stickstoffdioxid, das sich nur beim Smoken in dieser Fleischschicht bildet und sich dort in eine schwache salpetrige Säure verwandelt. Und die reagiert chemisch mit dem Blutfarbstoff Myoglobin zu temperaturstabilen rosa Molekülen, wie sie auch beim Pökeln entstehen.
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